Wunderschöne Berglandschaften mit romantischen Dörfchen, Burgen und Schlössern. Vielseitige Städtchen und Metropolen mit quicklebendiger Kunst- und Kulturszene. Breite feinsandige Strände am Schwarzen Meer. Rumänien bietet alles, was man sich für einen abwechslungsreichen Wohnmobil-Urlaub nur wünschen kann. Vergleichsweise günstig ist das osteuropäische Land zwischen Karpaten und Schwarzem Meer obendrein. Wir zeigen Ihnen, was Sie für das Camping in Rumänien wissen sollten.
Rumänien: unterschätztes Campingziel
Wilde Berglandschaften, dramatische Passstraßen, zauberhafte Dörfchen und schaurig-schöne Burgen, um die sich die Legenden von Graf Dracula ranken. Rumänien bietet beste Bedingungen für ein Wohnmobil-Abenteuer abseits der klassischen Routen. Zumal die Camping-Infrastruktur vor Ort gut ausgebaut ist. Überall in den schönsten Regionen des Landes finden sich kleine familiäre Campingplätze. In den Karpaten ebenso wo im Donaudelta oder am Schwarzen Meer. Und auch in puncto freies Stehen mit dem Wohnmobil ist man in Rumänen sehr entspannt. Hinzu kommt: Noch immer sind Campingplätze und Lebensmittelpreise im europäischen Vergleich sehr günstig. Das alles macht Rumänien nicht nur zu einem der schönsten, sondern auch zu einem der am stärksten unterschätzten Campingzielen Europas. Gut zu wissen: Die schönsten Rumänien-Sehenswürdigkeiten stellen wir Ihnen im TUI Camper Magazin ebenfalls vor.
Camping-Highlights in Rumänien
Die facettenreiche Landschaft Rumäniens vereint unterschiedlichste Camping-Erlebnisse auf engem Raum. Im Rahmen einer großen Rumänien-Tour können Sie problemlos mehrere der schönsten landschaftlichen Regionen erkunden. Wir stellen Ihnen drei Gebiete vor, die jeweils prädestiniert für einen Wohnmobil-Urlaub sind.
Camping in Siebenbürgen
Das in der Mitte Rumäniens gelegene Siebenbürgen gehört zu den landschaftlich reizvollsten Regionen des Landes. Zwischen sanften Hügellandschaften und majestätischen Karpatenausläufern liegen Dörfer und Städtchen mit fantastisch erhaltenen Altstädten. Zum Beispiel das romantische Brasov (deutsch: Kronstadt), dessen weitläufiges historisches Zentrum sich geradezu malerisch vor der dramatischen Kulisse der umliegenden Berglandschaft abhebt.
Viele der Burgen und Schlösser vor Ort versprühen, einen märchenhaften Charme – einige umweht aber auch eine schaurig-schöne Aura. Immerhin ist Siebenbürgen – auch bekannt als Transsylvanien – die Heimat des berüchtigten Grafs Dracula. Um zahlreiche Orte Transsylvaniens ranken sich Legenden, die mit dem für seine Grausamkeit bekannten Herrschers Vlad III. (Beiname Drăculea) verbunden sind. Insbesondere das mittelalterliche Schloss Bran, das als „Draculaschloss“ berühmt ist, ist ein echtes Highlight.
Camping am Schwarzen Meer
Über 250 Kilometer ist die rumänische Schwarzmeerküste lang. Und immer wieder laden die breiten Sandstrände zum Sonnen(-Baden) ein, während es sich an den Promenaden der Badeorte toll spazieren lässt. Berühmt ist der Badeort Mamaia. Die hellen Mineral- und Muschelsandsteinstrände erreichen rund um Mamaia teils eine Breite von 300 Metern. Da viele Strände vor Ort flach ins Wasser abfallen, ist der Ort insbesondere bei Campern mit Kindern beliebt. Rund um Mamaia befinden sich gleich mehrere Campingplätze direkt am Strand. Zum Beispiel das Costa Village.
Camping im Donaudelta
Das Donaudelta erstreckt sich rund um die Mündung der Donau ins Schwarze Meer und bildet einen Naturraum, wie es ihn so kein zweites Mal in Rumänien gibt. In der von Wasserwegen durchzogenen Region sind zahlreiche Pflanzen und Tiere heimisch. Insbesondere der immense Vogelreichtum des Flussdeltas zieht immer wieder Naturliebhaber in die alles andere als touristisch überlaufene Region. Innerhalb des UNESCO-Weltnaturerbes lassen sich unter anderem Pelikane, Reiher, Seeadler und Kormorane beobachten. Besonders schön ist eine Tour durch die Flusslandschaft mit dem Kajak. Auf dem Platz Camping Delta in Murighiol lässt sich ein Wohnmobil-Urlaub hervorragend mit Bootstouren durch das Delta verbinden.
Wildcamping in Rumänien
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Destinationen ist Wildcamping in Rumänien außerhalb von Städten und Dörfern vielerorts erlaubt. Auch in den Karpaten und an der Schwarzmeerküste. Trotzdem sollten Sie beim Freistehen auf etwaige Verbotsschilder achten. Nicht gestattet ist Wildcamping dagegen in Nationalparks und Naturschutzgebieten. Das gilt auch für das Donaudelta. Sollten Sie eine Nacht lang frei stehen, gilt es die Natur zu respektieren und möglichst wenig zu beeinträchtigen. Lagerfeuer sind ebenso tabu wie Lärm oder das Liegenlassen von Müll. Letzteres ist gerade in den Karpaten auch sicherheitsrelevant! Denn Müll und offen stehendes Essen ziehen Braunbären an, die hier beheimatetet sind.
4 Tipps für Ihre Wohnmobil-Tour durch Rumänien
Abschließend geben wir Ihnen noch vier Tipps für das Camping in Rumänien an die Hand.
- Denken Sie an die E-Vignette. Denn Autobahnen und Nationalstraßen in Rumänien sind mautpflichtig. Die elektronische Vignette (Rovinieta) können Sie bequem online kaufen. Wohnmobile benötigen unabhängig vom Gewicht eine reguläre Pkw-Vignette.
- Achten Sie auf Wildtiere – gerade in den Karpaten. In den Karpaten leben mehrere Tausend Braunbären und Wölfe. So anmutig diese auch sein mögen, es gilt Abstand zu den Wildtieren zu halten und auf entsprechende Beschilderungen zu achten. Zwar sind Bären eher scheu, offen herumstehendes Essen kann sie dennoch anlocken. Um ungewollte Begegnungen zu vermeiden, sollten Sie nicht in bewaldeten Gebieten oder in engen Tälern campen.
- Frischen Sie Ihre Vorräte in Städten auf. Gerade in ländlichen Gebieten ist das Sortiment der Dorfläden oft sehr begrenzt. Es empfiehlt sich daher, den Lebensmittel-Einkauf in die Städte zu verlegen, wo die regionalen Supermärkte ein deutlich breiteres Angebot bieten.
- Nehmen Sie Bargeld mit. Zwar ist eine Kartenzahlung vielerorts möglich. In den Lädchen und Restaurants der ländlichen Gebiete, wird aber oftmals nur Bargeld akzeptiert.
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