Bizarr verzweigte Pflanzen, die halb Kaktus, halb Baum zu sein scheinen. Gigantische, rund geschliffene Felsen, die überall wie steinerne Wächter aus der kargen Wüstenlandschaft emporragen. Und immer wieder Aussichtspunkte, die bei klarer Luft tagsüber fantastische Panoramablicke auf eine einzigartige Landschaft bieten – und nachts tiefen in den atemberaubenden Sternenhimmel blicken lassen. Der Joshua Tree National Park im Süden Kaliforniens gehört zu den faszinierendsten Camping-Zielen der USA. Vor Ort können gleich acht Campingplätze angesteuert werden. Wir stellen Ihnen den Nationalpark vor.
Wissenswertes zum Joshua Tree National Park
Jahr für Jahr besuchen über 2 Millionen Menschen den Joshua Tree National Park. Die wichtigsten Infos zum riesigen Nationalpark auf einen Blick:
- Landschaft: Auf dem Gebiet des Joshua Tree National Park treffen gleich zwei Wüsten aufeinander: die Colorado- und die Mojave-Wüste. Aus den schroffen Wüstenlandschaften brechen immer wieder auffällige Gesteinsformationen hervor. Natürliches Wahrzeichen des Nationalparks ist aber die Josua-Palmlilie („Joshua Tree“). Die kurios aussehende Pflanze, die optisch an eine eigentümliche Mischung aus Baum und Kakteen-Gewächs erinnert, ist hier in großer Zahl beheimatet.
- Eingänge: Drei Eingänge führen in den Nationalpark. Der West Entrance befindet sich in Joshua Tree Village, am Ende des Park Boulevard. Der North Entrance liegt in der Nähe von Twentynine Palms. Beide sind über den Highway 62 zu erreichen. Zum South Entrance nahe Cottonwood Spring gelangen Sie über den Highway 10.
- Besucheraufkommen: Dank seiner Nähe zu Großstädten wie Los Angeles, San Diego, Las Vegas oder Phoenix gehört der Joshua Tree National Park zu den meistbesuchten der USA. Gerade im Frühling sowie rund um Feiertage und Wochenenden ist das Besucheraufkommen (selbst im Winter) recht hoch. Da das Gebiet sehr weitläufig ist, kommt trotzdem nicht das Gefühl auf, dass der Park überlaufen ist.
- Tickets: Pro Fahrzeug werden aktuell 30 US-Dollar Eintritt für einen Besuch von maximal 7 Tagen fällig. Der Joshua Tree National Park ist derzeit nicht von der für einige beliebte Nationalparks seit 2026 geltenden massiven Preiserhöhung für ausländische Besucher betroffen (Stand: Januar 2026).
- Beste Reisezeit: Als beste Reisezeit für den Joshua Tree National Park gelten die Herbst- und Frühlingsmonate. Dann erlauben die Temperaturen auch längere Wanderungen. Denn im Sommer ist es gerade zur Mittagszeit oft unerträglich heiß. In den Wintermonaten dagegen sinken die Temperaturen auch gerne mal unter 0 °C.
Camping im Joshua Tree National Park
Der Joshua Tree National Park besitzt insgesamt 8 Campgrounds, wobei 5 im Voraus reserviert werden können. Die Campingplätze unterscheiden sich allerdings stark in der Größe. Auf sämtlichen Campingplätzen sind Wohnmobile erlaubt – teils aber nur bis zu einer bestimmten Länge.
Ein Überblick über die reservierbaren Plätze (Stand Januar 2026):
- Black Rock: Der Campingplatz bietet fast 100 Stellplätze und kostet 35 US-Dollar pro Übernachtung. Vor Ort gibt es Wasser und Entsorgungsstationen für Wohnmobile. Verfügbar sind Plätze für Wohnmobile mit einer Länge von bis zu 30 Feet (9,1 Meter).
- Cottonwood: Der Cottonwood Campground ist deutlich kleiner als Black Rock – und nicht alle Plätze sind auch für Wohnmobile geeignet. Pro Nacht werden 35 US Dollar fällig. Auch hier gibt es Wasser und Entsorgungsstationen. Die maximal zulässige Wohnmobil-Länge beträgt 35 Feet (10,6 Meter).
- Indian Cove: Indian Cove ist ähnlich groß wie Black Rock, allerdings gibt es vor Ort weder Wasser noch Entsorgungsstationen. Der Preis pro Nacht beträgt 35 US-Dollar. Stehen können hier Wohnmobile bis zu einer Länge von 35 Feet.
- Jumbo Rocks: Auf dem größten Campingplatz des Nationalparks müssen 30 US-Dollar pro Nacht gezahlt werden. Einige Stellplätze sind für Wohnmobile bis zu 35 Feet geeignet. Auf den meisten können allerdings nur kleinere Wohnmobile stehen.
- Ryan: Der Ryan Campground gehört zu den kleinen Campingplätzen, bietet allerdings einige wohnmobil-taugliche Stellplätze. Auch hier liegt die maximale Wohnmobil-Länge bei 35 Feet. Ein Stellplatz kostet 30 US-Dollar pro Nacht.
Die kleinen Campingplätze Hidden Valley, White Tank und Belle können nicht vorab reserviert werden. Gerade in der Hauptsaison, am Wochenende oder rund um Feiertage ist es daher gut möglich, dass bei der Ankunft alle Plätze belegt sind. Die Übernachtung pro Stellplatz kostet 25 US-Dollar.
Sehenswürdigkeiten im Nationalpark
Der Joshua Tree National Park hat nur wenige herausragende Highlights. Vielmehr ist es die faszinierende Wüstenlandschaft selbst, die Jahr für Jahr Millionen Menschen in den Park lockt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört der Arch Rock. Die natürliche Felsbrücke gibt ein fantastisches Fotomotiv ab. Ebenfalls beliebt ist der von unzähligen Kakteen dominierte Cholla Cactus Garden. Der im südlichen Teil des Parks gelegene Aussichtspunkt Keys View wiederum bietet den vielleicht schönsten Panoramablick über Joshua Tree.
Wandern im Nationalpark
Der Nationalpark ist über etliche sehr schöne Wanderwege erschlossen, die an markanten Felsformationen und Joshua Trees vorbeiführen und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Park ermöglichen. Besonders schön ist der kaum 2 Kilometer lange Hidden Valley Trail, der fast alle Facetten des Joshua Tree National Parks auf engstem Raum vereint – von kargen Wüstenlandschaften über die einzigartige Pflanzenwelt mit ihren Josua-Palmlilien bis hin zu den markanten Felsen, von denen sich einige auch zum Klettern eignen.
Wichtig: Wer im Sommer im Nationalpark unterwegs ist, sollte sich mit den Wanderungen nicht übernehmen. Denn in der Mittagszeit brennt die Sonne gnadenlos vom Himmel – und das Thermometer klettert mitunter auf bis zu 40 °C! Wanderungen sollten Sie daher auf die frühen Morgenstunden verlegen und stets ausreichend Wasser mitführen.
Wie hat Ihnen unser Artikel gefallen?


